Luxus mit Schattenseiten
Globalisierte Esskultur im 21. Jahrhundert


Heute wird hierzulande jeder nach seinem Gusto satt: Man isst gutbürgerlich, asiatisch, vegetarisch, bio, makrobiotisch, ungesund, vegan, roh, slow oder fast, allein und mit Freunden, bewusst oder beiläufig …

Nie zuvor war die Auswahl in den Läden so gross, und nie gab es so zahlreiche Kochmöglichkeiten. Die Schränke sind voll mit Geschirr und Geräten. Programmierbare Backöfen bereiten unsere Speisen, bevor wir nach Hause kommen.

Aber dieser Luxus ist nur die Hälfte der Wahrheit. 800 Millionen Menschen weltweit sind unterernährt, 1,5 Milliarden sind übergewichtig oder fettleibig. Das riesige Angebot in den Supermärkten täuscht: Global ist die Sortenvielfalt dramatisch geschrumpft.

In der gesamten Geschichte war die grosse Mehrheit aller Menschen in der Nahrungsproduktion tätig – bis ins 20. Jahrhundert. Heute ist es eine Minderheit. In Form von Nahrung, Futter und Brennstoffen lieferte die Landwirtschaft einst die wichtigsten Energieträger. Heute verbraucht sie mehr Energie, als sie produziert.

Während des Umbaus des Museumsgebäudes an der Konradstrasse ist die Ausstellung auf Wanderschaft. Die aktuellen Stationen finden Sie hier.