Lebensquell
Die Wasserversorgung im Mittelalter 


Burgen, furchtlose Ritter und edle Burgfräuleins prägen die populären Vorstellungen vom Mittelalter. In Wirklichkeit arbeiteten neun von zehn Menschen als Bauern, Knechte oder Mägde in der Landwirtschaft. Sie lebten auf Höfen, in Dörfern und Kleinstädten.

Die Versorgung mit Wasser war für diese Siedlungen überlebenswichtig – und schwierig bereitzustellen. Aus Sod- oder Ziehbrunnen schöpfte man Grundwasser; Quellwasser führte man in Leitungen zu den Brunnen. Oder man schöpfte Wasser aus natürlichen Gewässern. Die schwere Arbeit des Wassertragens verrichteten Frauen, Kinder und Dienstboten.

Von Krankheitserregern wusste man damals noch nichts. Aber die Erfahrung lehrte, sauberes Wasser zu schätzen. Auf das Verschmutzen von Brunnen standen harte Strafen. Für Arbeiten, die Schmutz verursachten, gab es spezielle Nebenbrunnen: die «Sudeltröge».

Bauern boten ihre Ware auf den Märkten der Stadt feil. Aber auch die Stadtbewohner hatten ihre Gemüsegärten und hielten Hühner und Schweine.

Während des Umbaus des Museumsgebäudes an der Konradstrasse ist die Ausstellung auf Wanderschaft. Die aktuellen Stationen finden Sie hier.