Schleichende Revolution
Die Menschen werden Bauern und Handwerker


Wer überleben will, passt sich der Umwelt an: So war das seit Urzeiten. Doch vor 7500 Jahren begannen die Menschen, den Spiess umzudrehen. 

In der so genannten Jungsteinzeit (Neolithikum) fingen sie an, die Umwelt mehr und mehr nach ihren eigenen Bedürfnissen zu verändern. Sie begannen, Tiere und Pflanzen zu züchten. Haustiere und Kulturpflanzen lieferten Nahrung sowie Fasern für Kleidung und Werkzeuge; manche Tiere konnten zudem Arbeit verrichten. Die Menschen wurden sesshaft und bauten Häuser. Sie legten Vorräte für den Winter an und stellten Gefässe aus gebranntem Ton her: Sie waren jetzt Bauern und Handwerker. 

Dieser Wandel heisst «neolithische Revolution» – aber eine Revolution war das nicht, sondern ein Prozess, der mehr als 3000 Jahre dauerte. Warum die Menschen vom Jagen und Sammeln allmählich zur Landwirtschaft übergingen, ist unter Fachleuten bis heute umstritten.

Während des Umbaus des Museumsgebäudes an der Konradstrasse ist die Ausstellung auf Wanderschaft. Die aktuellen Stationen finden Sie hier.